Standort Freising

Freising - das „Herz Altbayerns" liegt  an der Isar zwischen München und Landshut, im wunderschönen Oberbayern. Die geschichtsträchtige Stadt an den Ufern der Isar ist umrahmt von mehreren Hügeln.
Siedlungsgeschichtliche Zeugnisse findet man im frühen Mittelalter, als der Ort unter dem Namen Frigisinga eine Herzogspfalz im ersten bairischen Stammesherzogtum (ab 555 n. Chr.) war. Freising ist die einzige bekannte Stadtgründung der bajuwarischen Agilolfinger und damit die älteste Stadt in Oberbayern. Die Marienkirche, der erste Vorgängerbau des Freisinger Doms, war zu diesem Zeitpunkt bereits erbaut. Die Säkularisation im Jahr 1802/03 bedeutete schließlich die Aufhebung des über tausendjährigen Hochstifts Freising und damit das Ende der geistlichen Herrschaft der Freisinger Fürstbischöfe. Inzwischen hat Freising über 45.000 Einwohner und ist somit die viertgrößte Stadt in Oberbayern.

Hofbrauhaus Freising

Das Hofbrauhaus Freising besteht aus einem reich gegliederten Zentralbau und mehreren Nebengebäuden. Die Brauerei wurde in den Jahren 1911/12 von Prof. Theodor Ganzenmüller im Jugendstil errichtet. Auftraggeber waren die Grafen Moy de Sons, in deren Besitz sich das Hofbrauhaus ehemals befand. Der Neubau an der Mainburger Straße ersetzte das alte Brauhaus auf dem Domberg.

Die Geschichte des Hofbrauhauses reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Unter dem Freisinger Fürstbischof Albert I. von Harthausen wurde 1160 erstmals eine Brauerei auf dem Domberg urkundlich erwähnt. Im Zuge der Säkularisation und der Auflösung des Hochstifts Freising 1803 ging das Hofbrauhaus in den Besitz des Landes Bayern und 1812 in den Besitz der bayerischen Kurfürstin Maria Leopoldine über. Sie vererbte es an ihren Sohn Aloys von Arco-Stepperg. Nach dem Tod des Grafen im Jahr 1891 übernahm dessen Tochter Sophie von Moy de Sons die Leitung der Brauerei. Sie ließ den Neubau am heutigen Standort errichten. Unter der Leitung des Brauwissenschaftlers und Professors an der Akademie Weihenstephan, Prof. Theodor Ganzenmüller, entstand die modernste Brauerei Deutschlands. Seit Dezember 1998 befindet sich das Hofbrauhaus im Besitz der Bayerischen Grafen zu Toerring-Jettenbach. Inzwischen werden auch die Toerring-Biere im Hofbrauhaus gebraut.

Standort Jettenbach

Die Ortsgeschichte Jettenbach ist aufs Engste mit dem Hause Toerring verbunden. Auf einem Höhenzug über dem Ort erhebt sich die Anlage des Schlosses. Jettenbach selbst liegt im Voralpenland am Inn. Als schönstes Dorf im Landkreis Mühldorf liegt es inmitten von Wäldern. Die ältesten geschichtlichen Urkunden stammen aus dem 12. Jahrhundert. Bei der Ortschaft Jettenbach handelt es sich um den seltenen Fall einer Siedlung, die ausschließlich aus der Herrschaftsausübung auf der Burg herangewachsen ist und im Fehlen bäuerlicher Züge eine weithin einmalige Erscheinung ist. Da fast alle Grundstücke in gräflichem Besitz waren, konnten sich landwirtschaftliche Betriebe nur außerhalb Jettenbachs entwickeln

Auf einer Anhöhe, schon von weitem sichtbar, liegt inmitten des Ortes Jettenbach das Schloss Jettenbach, umgeben von den Brauereigebäuden.


Bayer. Graf zu Toerring Jettenbach Brauereien, Brauhaus Jettenbach

Um 1500 erhielt das Haus Toerring von der herzoglichen Regierung das Privileg Bier für den Verkauf zu brauen. Gebraut wurde freilich auch schon vorher, aber wie seinerzeit üblich, nur für den privaten Gebrauch.

Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird der Jettenbacher Brauereibetrieb im Jahr 1426. Am 9. Januar 1904 wird die Firma Brauhaus Jettenbach im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein eingetragen. Inhaber der Einzelfirma: Seine Erlaucht Hans Veit Graf zu Toerring-Jettenbach, Guts- und Brauereibesitzer, München.

Nach dem Erwerb des Hofbrauhauses Freising im Dezember 1998 durch die Grafen zu Toerring-Jettenbach, wurde die Produktion nach Freising verlagert.

Standort Pörnbach

Die Gemeinde Pörnbach mit ihren Ortsteilen Puch und Raitbach liegt im Landkreis Pfaffenhofen / Ilm. Die Landwirtschaft ist geprägt vom Hopfenbau und neuerdings vom stark zunehmenden Spargelanbau, der Pörnbach weit über die Grenzen der Hallertau hinaus bekannt gemacht hat.
Von Pörnbachs Geschichte als Sitz eines Ministerialengeschlechts der Wittelsbacher kündet noch heute das ehemalige Schloss. 1622 erwarben es die Grafen von Toerring. Das unter Denkmalschutz stehende Ensemble wurde kürzlich renoviert, auch der Schlossgarten wurde neu angelegt. Auf dem alten Mälzereikamin der Brauereianlage nistet beinahe jeden Sommer ein Storchenpaar. Dieser Kamin gilt neben der Pfarrkirche als Wahrzeichen der Gemeinde Pörnbach.


Bayer. Graf zu Toerring Jettenbach Brauereien, Brauhaus Pörnbach

Die Brauerei liegt am südlichen Ortseingang von Pörnbach und zählt wohl zu den ältesten Braustätten Bayerns. Eine alte Urkunde des ehemaligen Landesgerichtes Pfaffenhofen vom Jahre 1496 spricht bereits von einer uralten „Braugerechtsame". Die Gründung muss also immerhin 200 bis 300 Jahre weiter zurückliegen. Im Laufe der Geschichte mehrmals niedergebrannt und wieder aufgebaut, wurde der gesamte Brauereikomplex an heutiger Stelle neu errichtet.
In den vergangenen Jahrzehnten verzeichnete der Betrieb eine gute Entwicklung. Produktion und Vertrieb von Bier und alkoholfreien Getränken erhöhten sich um ein Vielfaches.
Gerste und Hopfen, die Hauptstoffe des Bieres wurden in der Nähe, in den Gutsbetrieben der Grafen zu Toerring angebaut. Die Grafen zu Toerring sind seit 1662 Besitzer des Brauhauses.

Nach dem Erwerb des Hofbrauhauses Freising im Dezember 1998 durch die Grafen zu Toerring-Jettenbach, wurde die Produktion nach Freising verlagert.